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Thema: Nagoya Tourer V TRD Diary

  1. #1
    Skyline Owner
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    Standard Nagoya Tourer V TRD Diary

    Seid gegrüßt, liebe Skyline-Gemeinde!

    Gut neun Jahre sind vergangen, seit ich mich hier im Forum angemeldet habe. Einige Mitglieder kennen mich vielleicht noch als Tim, der immer mal wieder in Japan lebt - aktuell in Nagoya. Auf der Karte findet ihr Nagoya zwischen Tokyo und Osaka. Mit rund 2,3 Millionen Einwohnern ist es die viertgrößte Stadt Japans.

    Ich lebe hier quasi im automobilen Herzen des Landes. Die Stadt Toyota und der Hauptsitz des gleichnamigen Automobilgiganten liegen nur rund 30 km östlich. Ganz recht, man hat nicht etwa das Unternehmen nach dem Ort benannt, sondern die Stadt nach dem Unternehmen.

    In Tokyo kaufte ich 2011 mein erstes Auto. Die Texte zum Tokyo Sky Diary sind noch erhalten, Fotos sind dort aber leider keine mehr zu sehen. Das liegt nicht an mir, sondern an Imageshack, meinem damaligen Sharehoster, der 2014 kostenpflichtig wurde.

    Um die Erinnerung an den Sky nicht verblassen zu lassen, will ich das neue Tagebuch mit ein paar Rückblicken einläuten. Es war im Januar 2011, als mich AndyStuttgart und Tasha anlässlich des Tokyo Auto Salons in Japans Hauptstadt besuchten, wo ich für ein Jahr studierte. Für mich war das ein Glücksfall, denn es gibt wohl wenige, die sich mit Skylines so gut auskennen wie Andy. Als er schon mal da war, konnte er mir direkt beim Autokauf helfen. Das war auch der Beginn meiner Freundschaft mit Taka, der mir den Skyline damals ersteigerte.

    Die Bilder vom Kauf des Skylines bei USS Tokyo sind leider verschollen, doch es war ein wahnsinniger Moment, live dabei zu sein, als der Wagen auf den riesigen Bildschirm der Auktionshalle gerufen wurde. Ich werde diesen Tag nie vergessen.

    Anfang März 2011 kam dann meine Familie zu Besuch. Die folgenden Bilder entstanden anlässlich meiner ersten größeren Ausfahrt mit dem Skyline. Meine Schwester hatte die glorreiche Idee, genau wie bei Top Gear zum Berg Nokogiri auf der Halbinsel Boso zu fahren. Ich war ganz schön nervös, denn es sollte meine erste Autobahnfahrt in Japan werden. So richtig vertraut war ich damals noch nicht mit dem Fahren auf der „falschen“ Seite, geschweige denn mit dem 1994er R33-GTST, der mir gehörigen Respekt einflößte.



















    Wir konnten da noch nicht ahnen, dass sich unsere Welt tags drauf schlagartig ändern würde. Es war der 11. März 2011, als es in Japan zu einer Dreifachkatastrophe kam. Einem Erdbeben der Magnitude 9 folgte ein Tsunami, der weite Teile der Küste im Nordosten des Landes zerstörte. Hinzu kam die Nuklearkatastrophe in Fukushima. Die folgenden drei Fotos entstanden in den Stunden nach dem Beben. Da die Züge stillstanden, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Hostel, wo meine Familie untergebracht war.







    Als die Neuigkeiten über die Kernschmelze infolge des Bebens immer bedrohlicher wurden, packten wir kurzerhand unsere Sachen, verstauten die Koffer im Skyline, und fuhren einfach los! Wohin? Einfach erst mal weg vom Geschehen; weg von Fukushima. 2005 hatte ich mal in Nara studiert, also gab ich Nara ins Navi ein, und ab ging’s durch die Nacht…

    Unsere „Flucht“ tat uns gut. Die Nachbeben waren ermüdend. Man fragte sich permanent, ob das jetzt alles war, oder ob es noch schlimmer werden würde. Hinzu kam, dass der Flug meiner Familie vom Flugunternehmen gestrichen wurde. Wir mussten also eh umdisponieren. Ich hatte zu jener Zeit keinerlei Verpflichtungen in Tokyo, ich ließ also niemanden im Stich. Meine einzige Verantwortung galt meiner Familie. Über den Flughafen Osaka bekamen wir dann Rückflüge nach Deutschland. Auch ich flog für ein paar Tage nach Hause, um mich zu sammeln und meine Mutter zu beruhigen, die sich natürlich große Sorgen machte.

    Ende April fuhr ich dann das erste Mal ins Katastrophengebiet. Auch hier wurde der Skyline plötzlich wichtig. Ohne mein Auto hätte ich meine Forschung damals nämlich gar nicht so erfolgreich durchführen können. Viele Zugstrecken, die Tokyo mit dem Nordosten Japans verbanden, waren damals noch stillgelegt. Die Haupt-Autobahnen hingegen waren innerhalb von Wochen repariert. Hinzu kommt, dass ein Freund und ich schon lange geplant hatten, einen Film über meine Forschung an buddhistischen Klöstern zu drehen. Daraus wurde dann mehr oder weniger ein Film über die Katastrophe. Doch das Auto war für jede Art von Dreharbeiten ein echter Gewinn.











    Es war eine Zeit großer Ungewissheit, die aber auch eine Fülle spannender und schöner Momenten bot. Ich lernte damals viele Menschen kennen, die mich bis heute begleiten. Der Skyline war mein treues Stahlross, mit dem ich selbst die entlegensten Orte und Tempel erreichte.





    Jede Ausfahrt war damals etwas ganz Besonderes für mich…



    …Teures Tuning konnte ich mir nicht leisten, also wurden eben Sticker geklebt, wie man das damals so machte :D Es fühlte sich toll an, mit dem Auto machen zu dürfen, was ich wollte. Es war meins ganz allein.



    Das einzige Zubehör, das ich mir kaufte, war eine HKS Silent HiPower Abgasanlage. „Silent“ war sie nicht wirklich, da der Mittelschalldämpfer nur aus einem Hotdog bestand. Der Klang war einfach umwerfend.



    Nachdem mein Aufenthalt in Japan zu Ende ging, fuhr ich den Skyline noch einige Zeit lang in Deutschland, bevor ich ihn im Sommer 2013 verkaufte. Mein nächster Japanaufenthalt stand da schon vor der Tür. Durch den Erlös aus dem Verkauf konnte ich mir in Sendai einen Toyota Chaser Tourer V leisten. entstand das Sendai Tourer V Diary. Ich konnte es gut brauchen, das Auto, weil ich für meine Forschung an Tempeln auch diesmal wieder in eher abgeschiedene Regionen musste. Hier der Moment, als ich ihn das erste Mal sah, meinen Chaser:



    Taka, der mir 2011 in Tokyo den Skyline ersteigerte, hatte sich bereit erklärt, meinen neuen Chaser nicht nur für mich anzumelden, er fuhr ihn mir auch direkt vor die Haustür des Wohnheims. Auch er hatte sichtlich Spaß am Auto und erfreute sich des Wiedersehens.



    Leider sind auch im Sendai Tourer V Diary alle älteren Fotos verschwunden, zum Beispiel die vom Führerschein.



    2011 fuhr ich noch mit einer japanischen Übersetzung meines deutschen Führerscheins durchs Land. 2013 ließ ich mir dann einen japanischen Führerschein ausstellen. Nach Vorlage der deutschen Fahrerlaubnis ging das ganz einfach, ohne Tests und Prüfungen. Nur ein Sehtest war fällig.



    Mein Erspartes reichte für einen Chaser mit Automatikgetriebe. Mit der Automatik war ich aber auch völlig zufrieden. Klar, es fehlte manchmal der Kick, das Gefühl der Kontrolle, und auch der Sound war nicht derselbe. Doch es bestand ja immer noch die Möglichkeit, den Wagen später auf MT umbauen zu lassen. Hätte ich mehr Geld gehabt, hätte ich ihn mit nach Deutschland genommen, doch man kann nicht alles haben. Heute bin ich froh, den Chaser damals verkauft zu haben. Denn alles hat seine Zeit.



    Eine ganz besondere Erinnerung verbinde ich mit dem Zahnriemenwechsel bei „Traum“, auch bekannt als Real Dream. In JZX-Kreisen steht Traum für die meiner Meinung nach schönsten Bodykits, aber auch weit darüber hinaus ist das Unternehmen für die Liebe zum 1JZ bekannt. Die Bodykits der Marke gibt es noch zu kaufen, doch der Laden und die Werkstatt sind mittlerweile geschlossen. Ich konnte damals noch nicht ahnen, dass ich zu den letzten Kunden zählte. Das macht die Erinnerung für mich an Traum so besonders.





    Der Werkstattleiter war distanziert in seiner Art, aber kein bisschen abgehoben, sondern einfach nur konzentriert und höflich. Er erklärte mir alles, und ich durfte mir alles anschauen. Er ließ sogar das grüne Monster für mich an. Was für ein Gerät…



















    Dagegen sah mein Chaser natürlich blass aus… Doch immerhin fuhr ich ienne Chaser! Ich war in Japan und lebte meinen Traum, so gut es eben ging. Allein die Gewissheit, dass mein Zahnriemen bei Traum gewechselt worden war, ließ meine Freude am Auto steigen.















    Im Laufe der folgenden Monate stand der Chaser dann auch nicht mehr nur technisch gut da, sondern hatte auch optisch was zu bieten. Hatte ja auch tatkräftige Unterstützung.













    Wir ihr den Fotos entnehmen könnt, orientierte ich mich damals eher am VIP-Stil.

    Gerne hätte ich meinen dunkelgrünen Chaser damals mit nach Hause genommen. Der Plan stand ja auch im Raum. Doch ich hatte einfach zu viele Verpflichtungen, zu wenig Geld, und keinen festen Job in Aussicht. Es schien unverantwortlich, das Fahrzeug zu behalten, da ich wusste, dass eine Durststrecke bevorstand. Doch die Erfahrung, die blieb. Und die Fotos, sie bleiben :D Wie lange die Durststrecke andauern würde, war mir damals noch nicht klar. Klar war nur, dass kein Weg an der Fertigstellung meiner Dissertation vorbeiführte, für die ich dann noch gut drei weitere brauchte, bis ich im November 2017 schließlich den Doktortitel verliehen bekam.

    Und jetzt bin ich wieder hier!

    Im Unterschied zu den vorangehenden Auslandsaufenthalten darf ich diesmal mehr als nur ein Jahr in Japan verbringen. Das macht vieles einfacher. Diesmal konnte ich alles langsamer angehen lassen. So entschloss ich mich, erst mal zu sparen. Mit der Suche nach einem Auto ließ ich mir Zeit. Den Führerschein hingegen musste ich sofot reaktivieren. Er war mittlerweile abgelaufen.

    Im Unterschied zum deutschen Führerschein muss man den japanischen Führerschein alle paar Jahre erneuern lassen. Hält man die Frist ein, bedarf es zur Verlängerung nur eines Sehtests. Einmal anstellen, ein paar Yen auf den Tisch legen, fertig. Verpasst man hingegen die Frist, muss man begründen können, warum man den Führerschein hat verfallen lassen, sonst ist er weg. Da gibt es klare Regeln. Meine Begründung war, dass ich nicht in Japan lebte, als mein Führerschein ablief.

    Nach Ankunft in Japan Ende März 2018 hatte ich genau dreißig Tage Zeit, beim Führerscheinamt vorstellig zu werden. Ganze sieben Schalter musste ich ansteuern, dazu eine zweistündige Unterrichtsstunde nehmen, aber es hat sich gelohnt, denn ich hatte ihn wieder. Hätte ich die 30-Tages-Frist verstreichen lassen, hätte ich vielleicht von vorne anfangen müssen. Vielleicht hätte ich meinen deutschen Führerschein auch einfach erneut in einen japanischen übertragen lassen können. Da ich aber nun mal schon im Besitz eines japanischen Führerscheins war, ist es möglich, dass mir dies verweigert worden wäre. Darauf wollte ich es nicht ankommen lsasen. Sonst hätte ich nämlich die theoretische und die praktische Fahrprüfung ablegen müssen. Da ich nicht wusste, was mich erwarten würde, war ich entsprechend erleichtert, als alles vorbei war.



    Wenn ihr genau hinschaut und mit oben vergleicht, erkennt ihr, dass sich die Farbe des Führerscheins geändert hat. Zuvor war er grün; jetzt ist er blau. Wenn ich weiter so mache, sagte mir der Polizist in feierlichem Tonfall, erreiche ich irgendwann Gold-Status! Das ist natürlich mein erklärtes Ziel :D

    Danach gab‘s erst mal Kaffee, und zur Belohnung was Süßes.





    So vergingen Frühling, Sommer, Herbst und Winter 2018 für mich ganz ohne fahrbaren Untersatz. Der Winter in Nagoya hält noch an, doch der Frühling liegt schon in der Luft. Ich habe mir was angespart, mich eingelebt, und kann heute sagen: es geht mir gut hier. Es geht mir super.

    Welches Auto ich mir diesmal kaufen würde, ließ ich einfach auf mich zukommen. Ein Toyota sollte es werden, so viel war klar. Doch welches Modell? Wie damals schon erwog ich alle möglichen Autos: Aristo, Mark II, Crown… Gerne hätte ich mir auch einen JZX110 gekauft. Ich hatte genaue Kostenpläne für alle möglichen Fahrzeuge erstellt, kam aber sowohl mit dem Herzen als auch mit dem Verstand immer wieder auf die Fahrzeuge der JZX-Reihe zurück.

    Als ich dann dieser weiße 1994er JZX90 Mark II auf die Auktionen kam, wusste ich sofort: auf den will ich bieten. Er hatte nur 30,000 km auf dem Tacho, Handschaltung ab Werk, und sogar Straßenzulassung.



    Das war Ende Januar 2019. Ob ich ihn wohl bekommen hätte, steht in den Sternen. Der Besitzer zog den Wagen nämlich zurück und ließ die Auktion abbrechen. Meine Chancen, ihn zu ersteigern, wären aber vermutlich eh sehr gering gewesen. Wie viele von euch wissen, dürfen 1994er JDM-Schlitten seit Anfang des Jahres in die USA exportiert werden. Dementsprechend groß ist auch die Konkurrenz um solche Fahrzeuge. Bei R32 Skylines wird es ähnlich sein, bzw. schließt das ja neuerdings auch die frühen R33 mit ein. Hinzu kommt, dass jetzt auch einige bekannte Youtuber die JZX Toyotas für sich entdeckt haben, was die Bekanntheit dieser Fahrzeuge nur noch weiter steigern lässt.

    Überhaupt hat sich durch Youtube und die sozialen Medien so vieles verändert. Vieleicht werde ich auch einfach nur älter, aber mir ist klar, dass auch mein Diary vielleicht nicht mehr so spannend zu lesen ist wie früher, einfach weil wir alle so übersättigt sind mit Infos, Fotos und Videos. Ich habe mich dennoch entschieden, hier wieder einen Thread zu erstellen, da ich mich hier immer wohl fühlte. Durch das Aufschreiben und Zusammenfassen der Erlebnisse bekommt man manchmal ganz neue Einsichten und Eindrücke. Außerdem macht es einfach nur Spaß :D

    Taka freute sich auch, endlich wieder auf Autosuche zu gehen. Es ist ja sein Beruf, doch gemeinsam haben wir ja über die Jahre schon so einiges erlebt.

    Nachdem es mit dem 94er JZX90 Mark II nichts wurde, erreichte mich Tage später unerwartet eine Mail. Es war Taka, der mir von einem 1997er JZX100 Chaser Tourer V TRD schrieb. Der Wagen hatte schon 189,000 km auf dem Tacho, und daher auch eine Einstufung als Grade 3.5. Doch das schreckte mich nicht ab, solange der Wagen gut gewartet war. Die Felgen waren von BBS, die Abgasanlage schien original. Kurzum, da schien Gentleman am Steuer gewesen zu sein, der den Wagen augenscheinlich gut in Schuss gehalten hatte.



    Was mich am verwunderte, war, dass ich diesen Chaser auf den Auktionen nicht finden konnte. Ich konnte zwar sehen, dass er am 31. Januar bei USS Tokyo versteigert wurde, doch wurde er dort nicht verkauft. Was Taka mir da vorschlug, betraf aber nicht USS Tokyo, sondern JAA. Soll heißen, der Wagen war noch gar nicht im System gelistet.

    Ich suchte den Chaser über unterschiedliche Suchsysteme, konnte den Wagen aber nicht finden. Da zeigt sich mal wieder, wie gut es ist, jemanden zu haben, der auch wirklich vor Ort auf den Auktionen anwesend ist: Während ich den Chaser inspizieren und fotografieren ließ, wussten die meisten Händler weltweit noch gar nichts von der bevorstehenden Auktion des Fahrzeugs. Selbst am Tag der Auktion war er noch nicht gelistet. Erst direkt vor Auktionsbeginn tauchte er dann doch noch in der Suche auf. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mein Limit schon bestätigt.













    Der Grund, warum ich trotz der recht hohen Laufleistung mitgeboten habe, ist, dass diese Autos bei guter Wartung locker 300,000 Kilometer und mehr schaffen. Vor Tagen erst wurde einer mit über 400,000 km versteigert. Chaser mit über 500,000 km sind keine Seltenheit. Klar, Überraschungen kann es immer geben. Zu Problemen kann es bei 21 Jahre alten Autos aber auch bei geringerer Laufleistung kommen.

    Die verfügbaren Infos und den Blick unter die Haube fand ich jedenfalls vertrauensweckend. Der Chaser hat das 5-MT R154 Getriebe ab Werk, was mir wichtig war, denn mit einem AT-MT Umbau komme ich hier in Japan nur schwer an eine Versicherung. Selbst der Luftfilter und der Luftfilterkasten sind original. Auch die Abgasanlage ist original TRD. Die Rückleuchten sind vom S2 Chaser, der ab 1998 auf den Markt kam. Dieser Umbau ist sehr populär, und gefällt mir ausgesprochen gut.

    Der Zahnriemen wurde schon zwei Mal gewechselt; das zweite Mal genau zehn Jahre nach dem ersten großen Service. Mehr noch ging er im Juni 2018 erst durch den TÜV, er hat also noch bis Juni 2020 Zulassung. Angemeldet ist er derzeit noch in der Präfektur Kanagawa. Der Wagen wurde er in Zahlung gegeben, auch das ist ein sehr gutes Zeichen. Es weist alles darauf hin, dass der Vorbesitzer den Jahreswechsel zum Anlass nahm, jetzt doch mal was Neues zu kaufen.

    Ehrlich gesagt kann ich noch immer nicht ganz glauben, dass das jetzt meiner sein soll… Der Papierkram steht noch aus. Bis ich das Auto in Empfang nehmen kann, werden noch einige Tage vergehen. Jetzt muss ich erst mal schauen, dass ich einen Parkplatz registriert bekomme. Wie Leser der älteren Diaries wissen, darf man hier ohne Parkplatz-Nachweis nämlich kein Auto anmelden.

    Das Bieten selbst glich einem Krimi. Ich war diesmal nicht dabei, aber Taka hielt mich per Mail auf dem Laufenden. Zunächst sah es auch gar nicht danach aus, dass wir den Chaser bekommen würden. Ich war gerade Mittagessen, als Taka mir schrieb, wir hätten das Rennen in irgendwelchen Nachverhandlungen verloren. Wir wurden überboten, obwohl wir die Auktion eigentlich gewonnen hatten. Wie sich später herausstellte, war das aber ein Missverständnis, und wir hatten den Wagen. Ich sollte ihn sogar für weniger bekommen, als geplant, also unter meinem Limit. Das kommt nur sehr, sehr selten mal vor, dass sowas passiert.

    Es war ein krasser Moment, dieser Wechsel von Trauer in Freude. Die etwa einstündige Gewissheit, den Chaser nicht kaufen zu können, ließ mich erst spüren, wie perfekt er für mich war. Es ist selten, dass ein erschwingliches Fahrzeug genau meinen Vorstellungen entspricht, was den technischen Zustand und die Modifikationen betrifft. Und klar, natürlich hätte ich lieber einen mit weniger km auf dem Tacho, doch werden dann auch dementsprechend teuer verkauft.

    Wünscht mir Glück, dass es jetzt keine bösen Überraschungen gibt, und er bald wohlbehalten bei mir steht. Bis dahin sage ich またね、bis bald, und passt auf euch auf ^__^

    Tim

  2. #2
    Nassdrifter
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    Eeeeendlich wieder Bilder und Berichte von dir..

    Obwohl du meistens sehr viel Schreibst, verliert man sich darin so sehr, dass es einem wie nur 1 Satz vor kommt.

    Bitte nicht aufhören.
    lg Martin

  3. #3
    Skyline Owner Avatar von Archii
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    ich hab mich manchmal gefragt "was ist wohl aus tim geworden? lebt er wieder/immernoch in japan?"
    schön wieder was von dir zu lesen. eigenmtlich wollt ich grad was anderes machen, aber ich hab mich einfach im text verloren und musste bis zum ende lesen ^^.
    glückwunsch zum titel und auch zur erfüllung eines traums, von dem du nicht wirklich wusstest, dass es einer ist :D.
    hoffentlich erlebst du genug tolle sachen mit dem neuen gefährt, die du uns dann wieder mitteilen kannst. wenn man deine texte liest bekommt man das gefühl von innerer ruhe, begeisterung und auch ein fünkchen neid ^^


    sächsisch kommt von säxy!

  4. #4
    Skyline Owner Avatar von Carno
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    Sehr schön geschrieben, man empfindet den Text eigt gar nicht als lang, da du das so gut beschreibst und erzählst, das es richtig Spass macht das zu lesen. Nicht aufhören damit

  5. #5
    Skyline Owner Avatar von Mot
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    Hallo Tim,

    freue mich ebenfalls sehr, wieder etwas von dir zu lesen.

    Glückwunsch zum neuen Fahrzeug!

    Hoffe es ist nicht dein letzter Bericht :)

    Gruß,
    Thomas

  6. #6
    Moderator Avatar von A0er
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    Darf ich dich eigentlich in Dr.TinyTune umbenennen?
    Geändert von A0er (10.02.2019 um 11:12 Uhr)

  7. #7
    Skyline Owner Avatar von Nova
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    Ich freu mich auch wieder was von dir zu lesen. Deine Berichte sind immer extrem lesenswert und alles andere als langweilig! Danke auch für deine Hilfe bei meiner Sache mit dem Auction Sheet.

    Bin etwas angetan von dem Chaser. Herrlicher Wagen!
    If you have a passion for something, don't give a fu*k what other people say about it!

  8. #8
    Skyline Owner
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    Haha! :D Ja geht denn das? Dr.TinyTune klingt natürlich besser als nur TinyTune. Und als nächstes dann Prof.Dr.TinyTune? :D

    Danke euch allen für die lieben Rückmeldungen, und dass ihr sogar an mich gedacht habt, als ich gar nicht von mir hören ließ.

    @Nova: schön, auch von Dir wieder zu lesen! Hatte Deinen Beitrag erst nach dem Absenden meines Kommentars gelesen. Ich erinnere mich an die Probleme mit den japanischen Dokumenten. Finde es super, wie Du Dich davon nicht hast abbringen lassen. Allzeit gute Fahrt mit dem schönen Skyline!
    Geändert von Dr.TinyTune (10.02.2019 um 11:54 Uhr)

  9. #9
    Moderator Avatar von A0er
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    Logo geht das,
    Ihr Wunsch ist mir Befehl.

  10. #10
    Skyline Owner Avatar von Niggy137
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    Wie gewohnt ein sehr schöner Bericht. Bitte weiter so.
    Geschäfte mit: Nova (2+); eddy90 (+); buba(2+); ManuTrx(+); Carno(+); Tordi (+); Wellenbrecher(3+)

  11. #11
    Skyline Owner Avatar von Bzyk
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    Hallo Tim, Glückwunsch zum neuen Auto!

    eine Frage hätte ich dennoch, gibt es diesen Film irgendwo zu sehen?

    Zitat Zitat von Dr.TinyTune Beitrag anzeigen
    Hinzu kommt, dass ein Freund und ich schon lange geplant hatten, einen Film über meine Forschung an buddhistischen Klöstern zu drehen. Daraus wurde dann mehr oder weniger ein Film über die Katastrophe.
    Gruß Matze

  12. #12
    Skyline Owner Avatar von Nova
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    Zitat Zitat von Dr.TinyTune Beitrag anzeigen
    @Nova: schön, auch von Dir wieder zu lesen! Hatte Deinen Beitrag erst nach dem Absenden meines Kommentars gelesen. Ich erinnere mich an die Probleme mit den japanischen Dokumenten. Finde es super, wie Du Dich davon nicht hast abbringen lassen. Allzeit gute Fahrt mit dem schönen Skyline!
    Vielen Dank für die netten Worte! :)
    Ich hätte wirklich fast aufgegeben. Aber nur fast.
    If you have a passion for something, don't give a fu*k what other people say about it!

  13. #13
    Skyline Owner Avatar von r32_doriftoo
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    Hach Tim, immer wieder herrlich deine Berichte zu lesen. Welcome back und ganz viel Spaß mit dem JZX
    http://i821.photobucket.com/albums/zz133/r32_doriftoo/Unbenannt_zpsr7znmrmh.jpg

  14. #14
    Moderator Avatar von A0er
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    Zitat Zitat von Bzyk Beitrag anzeigen
    Hallo Tim, Glückwunsch zum neuen Auto!

    eine Frage hätte ich dennoch, gibt es diesen Film irgendwo zu sehen?
    https://www.amazon.de/Souls-Zen-Tim-...s=souls+of+zen

  15. #15
    Skyline Owner
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    ...oder nach "Buddhism after the Tsunami" suchen. Das ist eine einstündige "Klassenzimmer-Version" für Forschung und Lehre. Die kann man sich einfach so anschauen.

    Update zum Chaser:

    Nach Tagen des Wartens habe ich gestern spät abends ein Fax der Zulassungsbescheinigung erhalten. Es war also nicht nur bloß ein Traum..

    Für das Parkplatz-Zertifikat habe ich nun ganze vier A4-Seiten Formulare ausgefüllt, und gefühlt 16 Mal meine Adresse drauf geschrieben. Damit gehe ich jetzt gleich zum Amt.

    Gute Neuigkeiten: Der Laden, bei dem der Wagen in Zahlung gegeben wurde, ist spezialisiert Auf JZX Toyotas und die 1JZ Motoren. Das kann ja nur ein gutes Zeichen sein.

    Die Abgasanlage, haben Freunde festgestellt, ist übrigens nicht von TRD, sondern die normale OEM von Toyota. Das hatte ich einfach falsch vermutet. Wichtig zu wissen war mir ohnehin nur, dass eine originale Anlage drunter ist. Da der Heckansatz nicht modifziert wurde, war da aller Vorrausicht nach auch nie eine ander Anlage drunter. Was Neues ist natürlich schon in Planung :D

    Und Danke nochmals für die netten Begrüßungen und Glückwünsche! ^_^
    Geändert von Dr.TinyTune (12.02.2019 um 04:19 Uhr)

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