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Thema: Nagoya Tourer V TRD Diary

  1. #16
    Skyline Opi Avatar von SHINDAIWA
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    Hallo Dr. Tim,

    was für eine Freude, hier wieder tolle Livegeschichten von Dir lesen und sehen zu können, hoffentlich mit konstanter Bildansicht.

    Ich nutze seit Jahren den Image Server "abload.de" wo mal ab und zu als Spende eine Currywurst oder Bier unverbindlich angefragt wird. Selbst für mich ist der leicht zu nutzen und es werden keine Bilder gelöscht, oder abgeschaltet, wenn keine Klickfolge mehr da ist. Meine Foto-Reiseberichte liefern seit Jahren ungetrübt über Abload.de meine Bilder, doch zuletzt bin ich hier nur noch Konsument und halte mich dezent zurück.

    Dann lege ich mal einen Quicklink zu Deinem Thread an und schaue ansonsten über meinen TV Provider NHK International. Geb Bescheid, falls mal von Dir eine Reportage auf NHK International gesendet wird, weil das ist doch längst fällig.

    Gruß Ralf

  2. #17
    Skyline Owner Avatar von illuminatic
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    Sehr schön wieder was von dir zu lesen. Die anderen Threads hab ich förmlich verschlungen. Ich freu mich jetzt schon auf weitere interessante Texte von dir.
    JDM - Japanese Domesticated Monster

  3. #18
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    Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe es geht euch allen gut. Danke für die Tipps und Kommentare!

    Hier in Nagoya läuft alles nach Plan. Der Parkplatz-Antrag ist gestellt, erste Rechnungen wurden beglichen. Taka hat den Chaser schon in Empfang genommen. Wie damals in Tokyo und Sendai will er mir den Wagen liefern und anmelden. Das ist mir eine große Hilfe, denn ich will den Wagen aus versicherungstechnischen Gründen erst nach der Anmeldung bewegen. So kann ich auch sicher sein, dass mit der Zulassung alles passt.

    Zur Vorbereitung war ich gestern bei Super Autobacs, erste Besorgungen machen. Ganz oben auf dem Wunschzettel stand ein neues Radio. Das alte Navi soll raus; Apple CarPlay soll rein!



    „Follow the white Rabbit…“



    …oder besser: „folge dem Bayside Blue GTR…“



    Als ich die U-Bahn-Station verließ, fuhr mir tatsächlich dieser R34 entgegen, und das auch noch auf dem Gehweg! Ich staunte nicht schlecht. Es war natürlich nur ein Bobby Car, aber was würdet ihr machen, wenn euch plötzlich ein R34 Rutschauto entgegenkommt? Ich musste einfach nur lachen. Die ikonischen Rückleuchten kommen selbst als Aufkleber gut an… Da konnte der „Creative Car Life Store“ ja nicht mehr weit entfernt sein. Ob der Junge wusste, was er da fährt? Seine Jacke war immerhin farblich auf den Skyline abgestimmt. Leider war ich zu verblüfft, um die Mutter nach einem Foto zu fragen. Als ich mich dann an der Kreuzung noch mal umdrehte, sah ich sie aus der Entfernung wieder umkehren.



    Hier wurden Winterreifen beworben, doch der Frühling liegt schon in der Luft. Meine Jacke brauchte ich gar nicht aus dem Rucksack zu holen, so warm war es. Überhaupt war es ein wunderschöner Tag.

    Innen drin: ein Spielplatz für Große. Was für eine Freude…



    Dieser Laden hier führte nicht nur Autozubehör, sondern bot auch Modelle und Spielsachen. im zweiten Stock der geräumigen Verkaufsfläche waren sogar echte Klassiker ausgestellt.



    Es gab aber auch ernüchternde Momente. Nach Lenkrändern von Nardi und Momo zum Beispiel suchte man vergebens. Auch die funkelnden Wände voller Kristallschaltknäufe: einfach weg...

    Natürlich bekommt man das meiste im Internet. Doch gerade ein Lenkrad hätte ich vorab gerne mal in die Hand genommen. Beim Super Autobacs war ich mir eigentlich sicher, dass die was vorrätig haben.

    Immerhin gab es aber das Radio, das ich mir wünschte. Und auch Pflegeprodukte gab es zuhauf.







    Dazu bestellte ich eine neue Punktekarte. Autobacs-Punkte gelten jetzt als T-Points, die der gläserne Kunde auch beim Einkauf im Conbini (Convenience Store) und in anderen Geschäften sammeln kann. Bislang hatte ich noch keine T-Point Karte, doch jetzt bin ich froh, bis heute gewartet zu haben, alleine des Designs wegen ^__^ Denn wenn man sich die Karte bei Conbini besorgt, dann steht natürlich nicht Autobacs drauf.




    Den gewünschten Schaltknauf orderte ich dann sogleich übers Internet, ebenfalls über Autobacs, um es mal auszuprobieren. Genau wie bei Croooober kann man dort online bestellen und beim Conbini um die Ecke bezahlen.





    Was das Lenkrad betrifft, so bin ich froh, nicht gleich eins mitbestellt zu haben. Erwachsen wie ich mittlerweile bin, wollte ich da erst mal abwarten. Nightspeed Racing Service hatte mich auf die Idee gebracht, einfach ein originales Toyota Lenkrad vom kōki Chaser zu verbauen. Die 3-speichigen Lenkräder vom kōki (S2) Chaser gefallen mir eigentlich sehr gut. Sie lassen sich anscheinend mit nur wenigen Handgriffen an einem zenki (S1) anbringen. Und immerhin hätte ich wieder einen Airbag. Nicht, dass ich den unbedingt bräuchte, um mich sicher zu fühlen. Der Skyline hatte damals auch keinen. Doch für die Versicherung kann es nicht schaden...

    Auf den Auktionen fand ich dann auch einige (S2) kōki Lenkräder. Doch stand da die Frage im Raum, ob und wie man ein Airbag-Lenkrad mit der Post verschicken kann. Bis ich auf die Idee kam, einfach bei meiner Werkstatt des Vertrauens anzufragen, und klar haben die eins rumliegen :D Was für ein Glücksfall.

    Bald mehr, wenn der Wagen hier steht!

    LG,
    Tim
    Geändert von Dr.TinyTune (17.02.2019 um 06:24 Uhr)

  4. #19
    Skyline Owner Avatar von Mot
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    Super geil Tim!
    Dann liest man wieder häufiger was von dir hier - echt cool :)

    Bleibst du dauerhaft in Japan oder nur für das nächste Projekt/Doku?

  5. #20
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    Seid gegrüßt!

    Letzten Montag war es endlich soweit: Der Chaser wurde geliefert. Pünktlich um drei Uhr stand ich draußen.



    Dann der Moment, als ich ihn das erste Mal sah :D Er gefiel mir auf der Stelle. Mein neues Auto! :D





    …so viel zum Thema „Frontlippe“ – hat sich wohl erübrigt :D



    Dann der erste Schock: Die vorderen Reifen hatten sich an den Innenseiten über die kurze Distanz von nur rund 450km bis auf die Karkasse zerlegt. Seitenschweller und Kofferraum waren in Reifenstaub gehüllt. Wir waren froh, dass Taka meinen Parkplatz noch ohne Reifenplatzer erreichte. Der Geruch von Gummi war ihm erst beim Anmelden in Nagoya aufgefallen.



    Nichts wies darauf hin, dass der Reifen im Radkasten schleifte. Die Reifen- und Felgengrößen in Kombination entsprechen fast genau denen meines früheren Chaser. Auch das Fahrwerk scheint einwandfrei. Der Wagen liegt zwar tiefer als mein damaliger Chaser, aber so tief dann auch wieder nicht?! Fahrwerkshöhe, Reifen, Felgen – alles ist TÜV-konform…

    Der enorme Verschleiß scheint durch eine Kombination aus böse verstellter Spur, falschem Sturz, schlechten Nankang Reifen und vielleicht auch falschem Reifendruck entstanden zu sein. Davon geht auch der Mechaniker aus, der den Wagen für mich abholte, um die Sache zu richten. An dieser Stelle auch noch mal großen Dank an Robert und Soufian von Nightspeed, die ich die Woche über mit allerlei Fragen löcherte. Das war schon eine große Hilfe.













    Ich bin froh, einen lokalen Kontakt zu haben, auch falls in Zukunft mal was passiert. „Blast“ nahm sich meines Chasers an. Dort wird ihm gerade ein Satz frischer Dunlop Direzza DZ102 verpasst, und natürlich ein Alignment.

    Was den Schaden an den jetzigen Reifen betrifft, so ist vermutlich die Garage verantwortlich, die den Wagen in Zahlung nahm und weiterverkaufte… Der wirkliche Vorbesitzer kann den Wagen ja so nicht gefahren haben. Es wäre beispielsweise möglich, dass die verkaufende Garage die Felgen tauschte oder am Fahrwerk schraubte, und am Alignment dann sparte. Jedenfalls war ich froh, als ich den beiliegenden Dokumenten entnahm, dass mein Chaser in der Vergangenheit eben nicht bei jener Garage gewartet worden war, die ihn uns jetzt übers Auktionshaus verkaufte, sondern woanders.

    Ansonsten scheint der Wagen top in Schuss. Getriebe, Motor, alles gut <3 Und positive Überraschungen gab es auch! Der Mechaniker meinte, dass vermutlich ein 1.5-way LSD verbaut sei! Normalerweise haben MT-Chaser ein 1-way Torsen-LSD ab Werk. AT-Chaser haben ein offenes Diff. Zudem scheint ein short-shifter verbaut zu sein.



    Vor der Abholung hatte ich noch Gelegenheit, einfach mal im Auto zu sitzen, und es auf mich wirken zu lassen. Das fühlt sich schon ganz anders an. Allein das Gefühl, wieder mit Handschaltung zu fahren Dann das Bodykit, mit dem massiven Flügel am Heck. Auch liegt er wesentlich tiefer als mein alter Chaser damals. Er wirkt zwar abgegriffener, aber dennoch so viel besser. Schwer zu beschreiben, aber ich bin hellauf begeistert :D

    Dann fuhr ich einfach mal raus aus dem Parkplatz und wieder rein, um ein Gefühl für die Kupplung zu bekommen…



    …das filmte ich, um zu ermitteln, wie viel Platz mir zwischen Unterboden und Asphalt bleibt. Wie ihr seht, wohne ich an einem Hang, und die rechte Seite des Parkplatzes ist abgesenkt. Mit der originalen Abgasanlage komme ich gerade so in den Parkplatz. Sobald ich die tausche, muss eine Lösung her.

    Wenn ich den Chaser abhole, werde ich mal versuchen, mit der Front voran einzuparken. Sollte es vorne nicht aufsetzen, wäre das vielleicht eine Lösung, weil das Problem mit der Absenkung ja nur einseitig besteht.



    Ansonsten hatte ich schon vor der Ankunft erste schöne Sachen bestellt :D



    Diesmal dezent und in blau ^_^



    In Tokyo hatte ich Gelegenheit, den frisch renovierten Super Autobacs in Shinonome Bay zu besuchen.





    Dieser Tourer S hatte die wohl einzige Lippe verbaut, die es für den TRD-Stoßfänger gibt: die dreiteilige Lippe von „Sexy Style“. Sehr cool, die mal in echt zu sehen. Das war am Tag vor der Ankunft meines Chasers. Da wusste ich noch nicht, wie großartig meiner auch ohne Front-Lippe aussehen würde (geschweige denn, dass ich mit so einer Lippe gar nicht mehr in den Parkplatz kommen würde).



    Innen durfte man leider keine Fotos machen, doch es war schon echt hübsch. Im Zentrum der Verkaufsfläche befanden sich ein Starbucks und eine Tsutaya Buchhandlung, die auch viele Bücher und Zeitschriften über Autos führte. Drum herum war überall Autozubehör. Ausgestellt waren auch Sachen von Senna beispielsweise. Momo und Nardi Lenkräder hatten sie auch vorrätig.









    Da oben muss irgendwo Tatsumi sein. Auf dem Fußweg zurück zur Bahn ging es an diesem Parkplatz-Schild vorbei. Den Parkplatz will ich unbedingt mal besuchen, natürlich mit Auto, und hoffentlich bald schon :D



    Zum Abschluss: Hummerbrötchen.



    Mein Mitbringsel: Dieser Schaltmuster-Sticker. So einen braucht man hier spätestens bei der shaken Prüfung, so wie auch das Hupen-Symbol auf dem Lenkrad nicht fehlen darf. Von Toyota gab es leider keine, aber kann man ja zuschneiden :D



    PS:@Mot: Ich bin wohl noch mindestens 2 Jahre hier. Mein Vertrag geht noch vier Jahre. Was danach kommt, und wo ich sein werde, kann ich noch nicht sagen, aber ist schon für länger diesmal.

    Bis zum nächsten Mal,

    Tim
    Geändert von Dr.TinyTune (03.03.2019 um 08:33 Uhr)

  6. #21
    Nassdrifter
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    Wieder mal ein klasse Bericht von dir. So ein extrem Verstelltes Fahrwerk hatte ich auch mal als ich ein Auto zu mir überstellte. Auch bei mir waren die reifen innerhalb kürzester Zeit durch (ich glaub irgendwas um die 550km)

    Schade dass man die Videos nicht ansehen kann, des Soundes wegen wären sie doch sehr Interessant.

    Ich freue mich bereits auf den nächsten Bericht von dir, lg Martin.

  7. #22
    Skyline Owner Avatar von Mot
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    Hm, mit den Reifen ist natürlich doof.
    Aber gut, dass du Jemanden hast, der sich gleich drum kümmert.

    Frontlippe würde mir jetzt auch nicht unbedingt fehlen.
    Bzw. wenn dann vielleicht so eine zuschneidbare Plastiklippe?
    Die hält auch es auch mal aus, wenn es zu knapp wird.

    Oder eben den Parkplatz begradigen ;)

    Für 2 Jahre lohnt es sich schon.
    Bin neidisch :)

  8. #23
    Skyline Owner Avatar von Rahawk
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    Kaum steht der Gaul im Hof muss er auch schon wieder weg xD
    Aber wirklich ein toller Chaser den du da ergattert hast.

  9. #24
    Skyline Opi Avatar von SHINDAIWA
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    Hallo Dr. Tim,

    just gestern für den Sommer den Flug nach USA/Canada gebucht und hier beim lesen überkommt mich das Gefühl, das ich wohl zu voreilig war.
    Wenn ich nicht nach vielen Jahren dem Ruf meiner Vereandten in Canada folgen würde, wäre ich wohl ab Juni dann doch lieber in Japan..... bei solch grandiosen Fotoberichten, fühlt man sich just am falschen Platz und würde lieber jetzt, nicht nur wegen dem "Sakura" in Japan sein.

    Bin hellauf begeistert, wieder hier die Berichte von Tim lesen zu dürfen. Hoffe hier noch viele Berichte genießen zu können, um mich auf die nächste Japanreise vorzubereiten.
    Zumindest kann bis dahin der Japanische Garten in Leverkusen am Bayer-Werk herhalten.

    https://www.skyline-forum.de/showthr...sionen-nebenan

    Gruß Ralf

  10. #25
    Skyline Owner Avatar von AndyStuttgart
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    Hey Tim,

    Dein Beitrag hier ist doch nun tatsächlich der Grund nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Mal im Forum zu schreiben

    Schönes Wägelchen hast du da ergattert, und wie immer umschreibst du alles toll mit Fotos und Texten...wird echt Zeit dass man sich Mal wieder sieht.
    Auf der Insel...

    Grüße,
    Andy
    Geändert von AndyStuttgart (08.03.2019 um 23:48 Uhr)

  11. #26
    Skyline Owner Avatar von Sonny Forelli
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    Die Sache mit den Reifen kommt mir so verdammt bekannt vor. War bei meinem auch, nur dass es etwas länger gedauert hat, bis der Schaden aufgefallen ist. Irgendwer hat in Japan das vorher verbaute Fahrwerk gegen ein OEM Fahrwerk getauscht und hinterher keine Achsvermessung gemacht, was ich nicht wusste. Und da das OEM Fahrwerk drin war, bin ich auch nicht drauf gekommen, dass die Spur total verstellt sein könnte. Sah aber am Ende genauso aus wie bei dir. Beide Vorderreifen an der Innenseite bis auf das Drahtgeflecht der Karkasse durch und beide waren nagelneu.

    Davon mal ab: ich finde deine Diaries immer total spannend zu lesen, vor allem in Kombination mit den vielen Bilder. Gibt eigentlich fast keine bessere Art, sich in den japanischen Alltag einzufühlen. Ich hoffe auf viele weitere Beiträge hier!

  12. #27
    Skyline Owner
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    Seid gegrüßt!

    Also - nachdem sich das mit der Reparatur des Chasers immer weiter in die Länge zog, musste nun doch ein Leihwagen her – was Dezentes, versteht sich :D



    Späßle g'macht…. Das obige Bild ist schon fast ein Jahr alt. Und nein, ich bin den Lambo nicht Probe gefahren, aber allein das Reinsetzen war schon irre. Er passt hier auch super ins Straßenbild.





    Wirklich schnell ist man indes nur mit dem Zug. Von Nagoya nach Tokyo braucht der Shinkansen nur 1,5 Stunden. Zum Vergleich: Mit dem Auto (über die Autobahn) ist man vier bis fünf Stunden unterwegs.





    Die letzten drei Wochen fuhr ich so gleich dreimal in die Hauptstadt. Besonders gut gefällt mir der Stadtbezirk Minato, wo auch das obige Foto der Jizō Figuren am Tempel Zōjōji entstand. In Japan gelten sie Beschützer der Kinder. Ihr findet sie an vielen Orten.



    Herrlich sind auch die Parks. Bald wird hier die Kirsche erblühen.



    Auch dieses Bild entstand in Tokyo. Ich ging gerade spazieren, als mir an einer Esso Tankstelle dieses Prachtstück eines Toyota Verossa ins Auge fiel. Der Besitzer freute sich sehr, als er bemerkte, dass sich jemand für sein Auto begeistert. Der Wagen gehörte dem Tankwart, der ihn auch gleich für mich fotografierte.





    Auch nicht schlecht…



    …doch den Verossa würde ich vorziehen :D

    Wobei, was rede ich da?! Manchmal muss ich mir echt in Erinnerung rufen, dass ich meinen Traumwagen schon habe. Das liegt wohl auch daran, dass ich den Chaser durch das Alignment-Problem bis heute noch gar nicht richtig fahren konnte, und weil alles noch so unreal wirkt, wie ein Traum.

    Zurück in Nagoya fuhr ich vom Hauptbahnhof direkt zur Werkstatt. Ein netter Mitarbeiter wartete schon am nächstgelegenen Bahnhof, um mich abzuholen :D Was für ein Service.





    Da es ein Zweisitzer war, musste der Koffer auf die Ladefläche des Kei-Trucks lol. Bis auf einen kleinen Kratzer hat er es unbeschadet überstanden. Blessuren werden beim Fliegen eh noch viele hinzukommen, von daher war es mir egal.



    Sieben Minuten später bogen wir dann bei BLAST ein, dem Total Car Service. Ein feiner Laden. Ersteindruck: Top.



    <3 <3 <3

    Sogar gewaschen haben sie ihn. Keine Spur mehr vom Reifenstaub.





    Vor dem Kauf meines Chasers war ich tatsächlich zeitweise am Überlegen, ob ich mir dort direkt einen Gebrauchten kaufe. Der silberne Nissan Laurel hier z.B. sieht doch scharf aus. Leider ein Umbau von AT auf MT, was für mich nicht infrage kam. Heute lernte ich aber, dass es mit der Versicherung doch gar nicht so problematisch ist, wenn der Umbau richtig durchgeführt wurde. Nur die Standard Online-Versicherungen fallen halt raus.









    Die Rückfahrt von BLAST war meine erste richtige Fahrt mit dem Chaser überhaupt. Eine gute halbe Stunde war ich unterwegs. Da ich das Handy zum Navigieren mit Google Maps verwendete, habe ich davon leider keine Fotos gemacht, doch ich wollte den Moment auch einfach nur genießen, und nicht etwa filmen oder fotografieren. Sowas kann man eh nicht festhalten.

    Abgesehen davon war ich ganz schön nervös. Doch es war lief alles fantastisch. Der Chaser fährt sich traumhaft gut. Er schaltet butterweich, zieht wie ein Shinkansen, und macht irre Spaß... Auch das Fahrwerk gefällt mir ausgezeichnet. Es stimmt einfach alles. Auch mit dem Alignment sollte jetzt erst mal alles passen – der Mechaniker meinte, Spur und Sturz waren komplett verstellt. Danke an dieser Stelle an meine Leidensgenossen S1PikesPeak und Sonny Forelli für die Erlebnisberichte! Und @Andy, immer gerne! Schön, von Dir zu lesen :D

    Was die Reifen und das Alignment betrifft, ist und bleibt das Wichtigste, dass nichts Schlimmes passiert ist. Schön auch, dass ich jetzt vier neue Reifen habe. Den Chaser vorwärts einzuparken, hat soweit auch funktioniert. Morgen filme ich das noch mal bei Tageslicht, um zu schauen, wie viel Platz mir am Unterboden so bleibt, aber ich denke mal, dass einem Tausch der Abgasanlage nichts im Wege steht. Beim rückwärts Einparken würde eine Cat-Back wie erwähnt aufsetzen, weil sich der Parkplatz vorne links stärker senkt. Doch vorwärts scheint es zu passen.



    In diesem Sinne: Ende gut, alles gut :D

    Alles Gute und bis bald mal wieder,
    Tim
    Geändert von Dr.TinyTune (17.03.2019 um 17:18 Uhr)

  13. #28
    Skyline Owner Avatar von Mot
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    Toller Bericht, wie immer :)

    Wie teuer ist die Versicherung bzw. Steuer denn überhaupt?
    Man hört ja immer, dass Gebrauchtwagen so teuer sind in Japan.

  14. #29
    Nassdrifter
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    Wiedereinmal toll zu lesen.

    Schön dass du deinen Chaser wieder hast. Das einzige was mich Optisch stört sind die Orangenen Blinker, die würden besser passen wenn das Auto schwarz wäre.

    Ansonsten einfach nur ein Traum.

    Liebe Grüße von einem noch LS430 (Celsior) Fahrer und bald GS450h (Aristo) Fahrer.

  15. #30
    Skyline Owner
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    Hallo allerseits! Seid gegrüßt ^_^

    Nach 1,600 Kilometern mit dem Chaser bin ich letzten Freitag wohlbehalten zurück nach Nagoya gekehrt. Eine Woche lang war ich quer durchs Land unterwegs; natürlich aber schon mit Konzept: In der Stadt Sendai im Nordosten der Insel Honshu fand eine Konferenz statt, an der ich teilnahm. Danach besuchte ich zwei buddhistische Tempel befreundeter Priester, mit denen ich seit nunmehr acht Jahren in Kontakt stehe.

    Es war meine erste längere Fahrt mit dem Chaser (und die zweite Fahrt überhaupt). Dementsprechend groß war die Freude. Ein bisschen nervös war ich natürlich auch.



    Bei dem Platzangebot auf dem Schiff packte ich einfach ohne groß zu überlegen alles Nötige. Nachts brach ich auf. Die Musik kam aus dem Handy, denn mit dem verbauten Radio wusste ich nichts anzufangen. Ganz klassisch wählte ich zum Beginn dieser ersten große Tour die The Fast and the Furious Playlist auf Spotify. Klischee, Klischee, ich weiß. Aber manchmal steh ich auf Klischees :D Und ich war einfach in Stimmung.



    Es war Mitternacht, und die Straßen weitgehend leer. Beim Tanken gesellte sich ein weißer Lexus LC500 zu mir, und es zeigte sich gleich, dass der Chaser doch so einiges an Aufmerksamkeit auf sich zieht. Auf die anerkennende Begutachtung des Lexus-Fahrers folgten eher neidische Blicke eines jungen Burschen am Steuer eines Suzuki kei cars bei der Ausfahrt auf die nächtlichen Straßen Nagoyas.

    Ein Tipp, falls es euch mal nach Japan verschlägt: Wie in Deutschland macht es auch in Japan Sinn, abseits der mautpflichtigen Autobahnen zu tanken, wenn man Geld sparen möchte. Mittlerweile gibt es auch in Japan mehr und mehr Zapfsäulen zum Selbsttanken (erkennbar an dem Schriftzug セルフ, was für „self“ steht, und die noch mal günstiger sind. Merkt euch aber, dass die Zapfsäulen nur bestimmte Kredit- und Debitkarten akzeptieren. Außerdem geben diese Maschinen kein Rückgeld heraus. Steckt man vor dem Tanken mehr Scheine rein als man zum Volltanken braucht, erhält man statt Geld einen Tankgutschein.

    Das Autoradio-Navi war bestimmt schon 14 Jahre alt, doch mit Google Maps auf dem Handy kam ich gut durch die Nacht. Nur muss man gerade in Großstädten auf die Verkehrsführung achten, weil dort ständig gebaut wird. Man wird auch mal in den Gegenverkehr geleitet! So geschehen am Zoo in Nagoya, wo jedoch kein Mensch unterwegs war. Einen U-Turn später war ich schon wieder auf der richtigen Spur. Kurz darauf verpasste ich dann noch die Auffahrt auf den Tomei Expressway, obwohl dort riesen Schilder auf eine grüne Fahrspur verwiesen, die auch tatsächlich komplett grün asphaltiert war… Das muss man auch erst mal schaffen. Es war aber gar nicht schlecht, gleich mal zu spüren, wie es ist, sich zu verfahren. Man landet nämlich schnell in engen, hügeligen Seitengassen. Es war eine kleine Feuerprobleme. Doch nachdem ich das alles problemlos meistern konnte, fühlte ich mich auch gleich viel vertrauter mit dem Auto.



    Es war schlicht traumhaft, nach so langer Zeit mal wieder den Tomei Expressway zu befahren. Mehrmals machte ich Rast, und schlief sogar ein. Als ich morgens aufwachte, war ich dann fast schon spät dran. Ich hatte nämlich einen Termin bei Itō Auto Service in Yoshikawa, Präfektur Saitama bei Tokyo. Wie ihr der Karte entnehmen könnt, wollte ich Tokyo dabei großräumig umfahren, um den üblichen Staus zu entgehen.



    Bei Itō’s Auto Service lagen schon Teile für mein Baby bereit: eine Kakimoto Abgasanlage und ein originales kōki (S2) Lenkrad.



    Meine Wahl auf Itō’s Auto Service begründete sich durch den Umstand, dass der ehemalige Hallen-Chef von Real Dream dort arbeitete. Er hatte mir vor Jahren schon am grünen AT-Chaser den Zahnriemen gewechselt. Itō ist zudem ein erfolgreicher D1-Fahrer. Ich kann zwar nicht driften, fand es aber spannend, ihn und sein Team mal kennenzulernen. Wenn ich schon Geld ausgebe, dann doch lieber bei Leuten wie ihm.



    Als erstes kam die Kakimoto drunter :D die war schon bestellt, da war der Chaser noch gar nicht bei mir.



    Es ist eine Kakimoto Hyper Fullmega N1 +Rev. Allein der Name bringt schon mindestens 20PS, wenn nicht 30. Die Anlage gibt es bestimmt auch für den Skyline. Für den JZX100 ist sie mit 97db ausgeschrieben, und somit für den zenki (S1) noch legal. An den kōki (ab 1998) passt sie zwar dran, doch durch den TÜV käme man nicht.



    Während die Mechaniker sich ums Auto kümmerten, durfte ich den Laden erkunden und fotografieren. Dieser JZX110 Mark ii sah schon brutal aus. Japanese-style Breitbau sei gerade in Mode, sagte Itō-san.





    Kann man so machen!



    Itō’s Pokalsammlung nach Jahren der erfolgreichen Teilnahme an D1 Grand Prix und sonstigen Drift-Wettbewerben.



    Vermutlich ein Kundenfahrzeug.



    Der alte rote Traum Chaser :D er sah leider etwas mitgenommen aus.



    Das letzte Stück von Mamas Kuchen – hatte ich mir aufgehoben :D



    Auch dieses grüne Monster kam mir doch sehr bekannt vor. Das muss der Chaser sein, der damals bei Traum stand (siehe Rückblick auf S. 1 hier im Diary). Das Mobil nebendran war auch nicht schlecht haha.



    D1 Pass.











    Dann der Schock: Rost! Ich hatte Taka nicht extra nach Rost am Schweller suchen lassen, was wohl fahrlässig war. Ich ging halt irgendwie auch davon aus, dass es selbstverständlich sei, die Schweller zu begutachten. Und er hatte mir ja Unterbodenfotos geschickt, die echt gut aussahen... An den Wagenheber-Aufnahmestellen gammelt es beidseitig. Hinzu kommt, dass Teile des Unterbodens schwarz übersprüht worden waren, um diesen Rost zu verdecken. Ärgerlich…

    Da ich mit Rost noch nie zu tun hatte, war ich zunächst echt schockiert. Ich schaute unter die Autos auf den anderen Hebebühnen, und einige hatten rostige Kotflügel. Aber keiner hatte solchen Rost am Unterboden... Hier zum Vergleich, so sollte das aussehen:



    Mich beschlich das ungute Gefühl, einen Fehlkauf gemacht zu haben. Mechanisch war der Wagen top, und ich war zunächst so überglücklich mit dem. Doch mit Rost hatte ich echt nicht gerechnet… zu spät. Meine Stimmung sank zwar nicht komplett in den Keller, weil ich noch voller Glück war über die Fahrt und den Besuch bei Itō Auto. Doch es wollte mich einfach nicht loslassen.



    Derweil ging es weiter am Auto: Das alte Momo kam raus. Rein kann ein originales kōki (S2) Lenkrad im guten Zustand. Auch ein neues Autoradio wurde verbaut. Dazu eine Rückfahrkamera, die es in Kombination mit dem Radio gab.



    Doch dann der nächste Schock: Die Kakimoto hing zu tief. So wäre ich de facto illegal unterwegs. Hier in Japan wird so etwas zwar eigentlich nicht kontrolliert, und viele fahren ja viel tiefer herum als ich. Doch ich wollte eigentlich alles legal haben. Sonst muss man spätestens zur shaken (TÜV) Prüfung Umbauten vornehmen, um die Prüfung zu bestehen. Schön, wenn man das selbst machen kann, für mich aber teuer.



    Auf den Schreck eine Cola…



    Zum Glück ließ sich das Problem aber lösen. Ihr kennt das bestimmt: Durch die Nutzung eines Gummis kann man die Cat-Back minimal höherlegen. Das reichte gerade so aus ^_^ Das Rostproblem wog zwar noch schwer, doch zumindest brauchte ich mir um die Kakimoto keine Sorgen mehr machen. Wie sich später herausstellen sollte, war die Höherlegung auch wichtig fürs Hinein- und Herausfahren aus meinem Parkplatz. Ohne Rampe passt es gerade so mit einem minimalen Kratzer.



    Zuvor dachte ich noch, dass nur ein Lautsprecher funktionieren würde, weil auch wirklich nur vorne links Ton kam. Doch das lag am alten Radio, nicht an den Boxen selbst. Mit dem neuen Radio klang plötzlich alles einwandfrei. Mein Chaser hat ab Werk ein besseres Soundsystem als die Standardanlage, was mich natürlich freute. Die Paarung mit dem Handy war super einfach. Apple CarPlay ist echt ein Traum. Gefühlt ein neues Auto! Auch die Kamera ist super praktisch, gerade bei Nacht.



    Den Abend verbrachte ich in Tokyo. Als ich ankam, war ich ganz schön fertig. Es war ein anstrengender Tag, und dann noch die Sache mit dem Rost… In jener Nacht kam mir die Idee, den Wagen einfach zu verkaufen. Ich könnte ihn ein Jahr lang fahren, bis die Versicherung ausläuft, und mir dann einfach einen neuen kaufen, der rostfrei war. Warum immer so festhalten an Materiellem? Als der erste Schock verdaut war und ich am nächsten Morgen aufwachte, fühlte ich mich gleich schon viel besser.



    Den eigenen Chaser in Tokyo zu parken ist natürlich cool, aber auch nicht ganz günstig. 90 Euro für eine Nacht – kann man mal machen, und ich zahlte ja keine Hotelkosten. Doch eigentlich hatte ich vorab nach Parkplätzen gesucht, die viel günstiger waren. Das Problem war nur, diese zu finden. Die günstigeren Parkplätze sind natürlich meist eher abseits gelegen. Hier verlor Google Maps seine Wunderwirkung. Einmal landete ich auf dem Hinterhof eines Ladens. Laut Google ging es hinten raus, doch stand dort dann ein Zaun... Selbst ohne Zaun wäre der Parkplatz dahinter viel zu hoch gewesen, um ihn befahren zu können. Irgendwann war es mir dann auch egal.



    Am nächsten Tag ging es weiter nach Sendai im Nordosten Japans. Es gibt wohl wenige Strecken, die bei flüssigem Verkehr so viel Spaß machen wie die shutoken Hauptstadtautobahn.



    Ein Tipp für Autoreisende: An Hotels der Kette Route Inn parkt man stets kostenlos. Die Hotels liegen oft abseits der Stadtzentren, aber mit guter Verkehrsanbindung. Am nächsten Morgen fuhr ich dann in die Stadt zur Konferenz.



    Das kōki (S2) Lenkrad. Bin sehr zufrieden mit der Wahl.



    Sind das Volk Racing Felgen auf dem kei car? Man bemerke auch den schwarzen R34 GTT gegenüber :) Beim Packen fuhr dann noch ein weißer R34 an mir vorbei. Der junge Fahrer hatte sich voll gefreut über den Chaser. Was diese Auto doch an Nostalgie auslösen mittlerweile.



    Sehr cool auch: Itō hat meinen Besuch in seinem „Manki Blog“ verewigt :D







    In Shiogama kaufte ich mir nach dem morgendlichen Tempel-Yoga eine Rampe, nur vorsorglich, denn ich musste damit rechnen, dass es Dank der Kakimoto mit dem Parkplatz in Nagoya doch knapp werden könnte. Itō hatte mir eine Holzplanke geschenkt, doch zusätzlich wollte ich noch so was hier für den Parkplatz:



    Den Abstand zum Boden hatte ich zuvor noch mal gemessen.





    Wie schon erwähnt passte es mit minimalem Kratzer auch ohne Rampe.



    Nach dem Besuch in Shiogama, suchte ich erst mal eine Waschanlage auf, bevor ich weiter nach Kesennuma fuhr. Die erste Autowäsche stand an.



    Ein älterer Crown-Fahrer half mir bei der Bedienung der Münz-Maschine und Programmwahl. Als er dann fragte, was ich in Japan mache, kamen wir auf meine Forschung zu sprechen…



    …Kurz darauf kam er mit zwei Büchern über den Buddhismus zurück, die er gerade las, und die ihm persönlich bei der Bewältigung eines gesundheitlichen Problems halfen. Feldforschung beim Autowaschen :D ein toller Zufall, dieses Gespräch.



    Weiter ging es über die neue Sanrikudō Autobahn nach Norden. Die Anbindung an Kesennuma war so neu, dass selbst Google nicht mehr wusste wo wir waren.



    Dank der neuen Straße halbierte sich auch die Fahrzeit von ehemals drei Stunden.



    Ankunft und Wiedersehen am Tempel.



    Diese Hanteln hier benutze ich heute noch, wenn ich mal dort bin. Vor Jahren lebte ich hier mal für einige Monate. Die Familie renoviert gerade. Einige meiner alten Sachen waren noch hier.



    Mein alter Katalog von Traum war auch noch dort!...



    …sowie ein dunkelgrüner Lackstift vom ehemaligen Chaser. Auch meinen alten Schaltknauf und den Kassettenadapter fand ich wieder :D







    Eine Geburtstagstorte :D Mein Geburtstag war zwar schon vorbei, doch wir feierten dort auch schon mal Weihnachten im November. Geht alles ^_^



    Überraschungs-Party mit den Locals. Es war ein wunderbarer Abend.









    Zum Glück hatte ich Dank Post von zu Hause auch viele Gastgeschenke mitgebracht (in Japan ganz wichtig). Da Ostern vor der Tür stand, und da Osterhasen in Japan nicht so bekannt sind, passte das super.



    In den vom Tsunami betroffenen Küstenstädten wird noch immer gebaut. An vielen Küstenabschnitten werden große Mauern errichtet, die die Bewohner vor Tsunamis schützen sollen. Hier seht ihr den Pfeiler der Brücke zur Insel Oshima, die in den kommenden Tagen fertiggestellt wird.



    Frisch auf den Tisch…



    Den Rest bekommen die Katzen.



    Das neu eröffnete Tsunami-Gedenkmuseum in Kesennuma. Auch acht Jahre später leben hier noch einige Menschen in temporär errichteten Notunterkünften.



    Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Schule, die vom Tsunami zerstört wurde. Die Kinder und Lehrer hatten sich auf dem Dach des Gebäudes in Sicherheit bringen können. Der Tsunami kam bis in den dritten oder vierten Stock der Schule. Ich kenne einen der Handwerker, der an dem Projekt beteiligt war.







    Kalt war es. Auch in Nagoya fielen nach einem ersten Frühlingserwachen die Temperaturen, doch im Nordosten war es nachts sogar frostig. Wäre ich einen Tag länger geblieben, wäre ich eingeschneit worden. Glück gehabt, zumal ich Sommerreifen auf dem Auto habe.





    Auf dem Rückweg übernachtete ich im Auto. An mehreren Rastplätzen bot sich dabei auch die Gelegenheit, sich mit der Anlage vertraut zu machen. Die Equalizer-Einstellungen brachten einen deutlichen Unterschied im Klangbild.





    Auf der Rückfahrt sprach mich ein Tankwart auf den Chaser an, und ob was am Motor gemacht sei, weil er so gut klinge :D Stunden später kam dann an einem Rastplatz der Fahrer dieses Vans hier auf mich zu, um sich über den Chaser zu informieren. Er war Snowboardlehrer auf dem Weg zurück nach Tokyo, denn seine Saison war vorüber.



    Kolumbianischer Hochlandgenuss: Die gute alte Musik-spielende Kaffeemaschine spielt noch immer denselben Song wie vor zehn Jahren :D



    Es macht Spaß, die Rastplätze zu erkunden, denn manche folgen bestimmten Themen. Hier zum Beispiel ist alles auf Edo-Zeit getrimmt. Stellt euch vor, ihr blinkt links, schaltet in den Dritten, dann in den Zweiten, hört den Motor, und dann der spannende Moment optisch, was man zu sehen bekommt.



    Nachdem ich mich vor Tokyo etwas hinlegte, gab ich Daikoku Futō ins Navi ein. Zielführender gewesen wäre allerdings Daioku Parking Area. So verpasste ich den Parkplatz. Danach war es mir zu doof, noch mal runter und wieder rauf zu fahren auf die Autobahn. Ich war eh viel zu müde. Die Fahrt an sich war schon wundervoll genug, so früh morgens über die Dächer der Welt und durch Tunnels zu cruisen. Daikoku kann warten.





    So blieb ich auf der Autobahn ohne erneut zu bezahlen, wechselte von dort aus auf den Tomei Expressway, und legte mich wenig später am Ratsplatz Ebina aufs Ohr. Lange ist es her, seit ich hier mal parkte. Mit dem Skyline war ich hier damals öfter unterwegs für meine Forschung.



    Lecker Frühstück mit Rosinenbrötchen <3



    In der Nähe von Shizuoka überholte ich morgens dann diesen ominösen Wagen hier:



    Kurz darauf bog ich auf einen Rastplatz, wo auch er sich hinstellte. Es war das Google Streetview Auto :D



    Falls ich mich auf Street View finde, werde ich natürlich umgehend ein Foto posten. Auf dem Shin-Tomei Expressway gibt es übrigens eine Teststrecke mit Tempolimit 120 statt 100. Dort bewegt sich der Verkehr dann mit 130-140. Ich hoffe, sie weiten das Testprojekt aus. Auf der Autobahn halten sich hier eh nur wenige Fahrer an die vorgegebenen Tempolimits.





    Beim erneuten Herumspielen mit der Anlage fand ich dieses Menü zur gezielten Ansteuerung der einzelnen Lautspreche. Das brachte dann noch mal einen ordentlichen Zuwachs an Klangqualität. Bin super zufrieden ^_^



    Die letzten Rastplatzeindrücke dieser Fahrt. Dieser Platz hier war an einem historischen Schlachtfeld gelegen, das man besichtigen konnte.

















    Zurück in Nagoya fuhr ich dann sofort bei Blast vorbei. Zum einen erbat ich dort eine Einschätzung des Rostproblems und erkundigte mich nach möglichen Reparaturen. Zum anderen wollte ich mir die dortigen Mark ii JZX100 und JZX110 mal anschauen. Weil ich mit dem Gedanken spielte, meinen Chaser in nicht allzu ferner Zukunft zu verkaufen, lag es nahe, vielleicht einfach einen Wagen direkt vor Ort bei Blast zu nehmen. Herr Takahashi empfahl mir jedoch, meinen Chaser zu behalten. Der Rost sei nicht so schlimm, und könne zumindest gestoppt werden. Das machte mir Mut. Denn ich hatte gerade über 1,600 Kilometer mit dem Wagen zurückgelegt, ohne irgendein Problem. Er spring sofort an, liegt super auf der Straße, und macht irre viel Spaß.



    Und die für mich interessanten Autos vor Ort waren jetzt auch nicht besser. Im Gegenteil: Der JZX100 Mark ii z.B. hatte hinten mal was abbekommen. Am Kofferraum-Ansatz war Rost zu sehen.



    Der 110er Mark ii hatte nur 20,000 Kilometer auf dem Tacho, doch bei aller Liebe zum JZX110 war ich vom Innenraum dann doch recht enttäuscht. Auf den Fotos kommt das nicht so rüber, doch es wirkt schon sehr nach Hartplastik alles. Der Chaser hat echtes Carbon. Auch die Sitze des Chasers gefallen mir besser, weil aus Stoff. Um den Wagen nach meinen Wünschen aufzubauen, müsste ich ziemlich viel Geld investieren. Das lohnt sich einfach nicht. Mein Chaser ist in so ziemlich allen Belangen besser. Dennoch, irgendwas fasziniert mich am 110er… :D





    Takahashi war so nett, meinen Scheibenwischer zu richten, weil der etwas tief ansetzte. Die Wischblätter an sich wurden letztes Jahr erst gewechselt. Selbst die Haubendämpfer funktionieren?! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich je ein Auto mit funktionierenden Haubendämpfern hatte… Der Vorbesitzer ließ echt alles Mögliche reparieren. Kann mir nicht vorstellen, dass die noch original waren.



    Da ich unterwegs so einige Schnaken aufgesammelt hatte, suchte ich spontan nach einer Waschanlage. Ein Waschplatz war gerade mal zwei Minuten entfernt!



    Waschzeug hatte ich im Auto, also los!



    Münznachschub durch Kaffeekonsum ^_^







    Das war die erste Wäsche mit der besonders schonenden Zwei-Eimer-Methode, und die erste Autowäsche in dem Bewusstsein, dass ich ihn den Chaser jetzt doch behalten werde, meinen Chaser. Und klar gibt es perfektere Wagen, aber die allerbesten kosten auch gerne mal das Doppelte und mehr. Selbst wenn ich jetzt Geld in eine ordentliche Rost-Behandlung stecke, bin ich immer noch günstiger unterwegs als mit einem anderen, der dann vielleicht andere Probleme mit sich bringt. Abgesehen davon habe ich mir ein Budget für etwaige Reparaturen usw. von Anfang an zurückgelegt. Falls ich später wechseln möchte, kann ich das ja immer noch tun. Doch erst mal gehört er mir :D









    Mehr Koffein für mehr Münzen.





    Sogar die Schutzfolie auf den Einstiegsleisten waren noch erhalten. Zwei rupfte ich ab :D



    Beim Kneten stellte ich fest, dass der Lack in einem ausgezeichneten Zustand war. Nicht mal kleine Verschmutzungen. Ich war echt baff.





    Doch nicht zu früh freuen: Die große Überraschung kam erst noch. Die Garage, die den Wagen übers Auktionshaus verkauft hatte, und die aller Wahrscheinlichkeit nach auch für das Alignment-Problem verantwortlich ist, hat die Gummidichtungen unter den Fenstern mit einer Art Schuhcreme behandelt… Bei Trockenheit fiel es nicht weiter auf, und nach der ersten Autowäsche hatte ich den Wagen nicht abgetrocknet. Doch hier merkte ich nun, dass dieses schwarze Zeug auf meinem Mikrofasertuch klebte, nachdem ich die betroffenen Gummi-Stellen abwischte – und zwar massig.

    Was folgte waren geschlagene fünf Stunden Arbeit, in denen ich nonstop versuchte, diese schwarze Siffe wegzubekommen. Ich war echt sauer, zumal ich Unreinheiten z.B. am Dach bemerkte, die vermutlich bei der vorangehenden Autowäsche entstanden sind, als ich das Zeug wohl mit dem Schwamm verteilte. Es ließ sich lösen, doch per Hand war das wirklich anstrengend.

    Angesichts der Top-Qualität des allgemeinen Lackzustands kann das eigentlich nur die Garage verbockt haben, die den Chaser als letztes in der Hand hatte, sonst wären da größere Lackschaden. Die Vermutung liegt nahe, dass es ebendiese Idioten waren, die den Unterboden stellenweise schwarz angesprüht haben, um den Rost zu kaschieren. Zum Kotzen, aber nicht aufregen, denn nach Stunden der Arbeit waren kaum noch Rückstände vorhanden.

    Zwischendurch kam der Besitzer des Münz-Waschplatzes vorbei und leerte die Maschinen. Er sah nicht nur aus wie Mr. Miyagi, er lachte auch noch nett und feuerte mich an, die Tinte ordentlich abtragen :D



    Spätestens danach wusste ich: Der Chaser gehört jetzt erst mal zu mir ^_^








    Bis zum nächsten Mal.

    PS:
    @Mot: Für Steuern und Versicherung lege ich monatlich nach aktuellem Kurs rund 100 Euro zurück, allerdings nur Haftpflicht.

    @S1PikesPeak: Bin ein großer Fan vom LS430! Die Lexus GS sind auch sehr schön. Der GS-F ist ein Traum.
    Geändert von Dr.TinyTune (04.04.2019 um 17:47 Uhr)

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